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Grüne Postelein-Pfannkuchen mit Joghurt-Dip

Grüne Postelein Pancakes

Postelein, auch als Tellerkraut, Winterportulak oder Kubaspinat bezeichnet, ist eine alte Gemüsesorte, die langsam den Garten oder das Hochbeet auf dem Balkon zurückerobert. Das Kraut mit seinen tellerförmigen Blättern und winzigen, weißen Blüten ist nicht nur hübsch anzuschauen, sondern strotzt nur so vor Vitamin C, Eisen, Calcium und Magnesium. Mehr noch, es ist auch perfekt für alle, die keinen grünen Daumen haben. Einmal gesät, wächst es rasch und verbreitet sich wie von selbst, da es nur sehr geringe Ansprüche an Boden und Klima stellt.
Postelein ist genau genommen ein Wintergemüse, keimt erst bei weniger als 12 Grad und übersteht Temperaturen bis minus 20. Sät man im September, kann allerdings auch schon im Herbst geerntet werden, bei Aussaat im Februar noch einige Monate bis in den späten Frühling hinein. Wenn man Postelein nicht zu tief abschneidet, treibt er zügig erneut aus. Bis zu drei Ernten sind mit einer Aussaat möglich.
Ende Februar auf dem Hochbeet meines Balkons gesät, freue ich mich jetzt (Mitte Mai) über die zweite größere Ernte der kleinen, grünen Vitaminbombe. Ob roh im Salat, als Beigabe im Smoothie oder als grüner Postelein-Pfannkuchen – da alle oberirdischen Pflanzenteile genießbar sind, lässt sich das Kraut sehr vielfältig verarbeiten.
Geschmacklich würde ich Postelein irgendwo zwischen Feldsalat und Blattspinat, mit einem würzigen Hauch von Gartenkresse, einordnen. Perfekt also zur Zubereitung von herzhaften Pfannkuchen, getoppt mit einem frischen Joghurt-Dip.

Postelein

Für 2 Personen (4 Pfannkuchen):
300g Postelein (alternativ Blattspinat)
2 Frühlingszwiebeln
einige Stängel glatte Petersilie (gehackt)
130g Dinkelvollkornmehl
1 TL Backpulver
150ml Milch (Sojamilch natur)
optional: 60g Ziegenfrischkäse
1 Ei
1 TL Kreuzkümmel
1 Prise Salz
etwas Olivenöl

Für den Dip:
100g griechischer Joghurt
1 EL Zitronensaft
etwa 1/4 Salatgurke, klein geschnitten
frisch gehackte Petersilie
Salz & Pfeffer

Postelein

Immer gut waschen und verlesen, sonst könnte es eine tierische Überraschung geben.

Postelein waschen, leicht trocken tupfen und klein schneiden. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden, Petersilie hacken. Alles in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze kurz andünsten, bis alles zusammen fällt. Bei zu viel Flüssigkeit im Topf anschließend noch mal durch ein Sieb geben und abtropfen lassen.
Dinkelvollkornmehl in einer Schüssel mit dem Backpulver, der Milch, dem Ei, Ziegenfrischkäse, Kreuzkümmel und Salz zu einem flüssigen Teig verrühren. Das angedünstete Gemüse unterheben. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und portionsweise den Teig hineingeben. Von beiden Seiten bei mittlerer Hitze goldbraun anbraten, mit dem restlichen Teig wiederholen.

Griechischen Joghurt mit Zitronensaft, frisch gehackter Petersilie und klein geschnittener Salatgurke mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zusammen mit den Pfannkuchen servieren.

Grüne Postelein Pancakes

Grüne Postelein Pancakes

 

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3 Comments

  • Reply
    Stefanie
    20. Mai 2015 at 16:48

    Das Rezept sieht wie immer super lecker aus, direkt zum Reinbeißen!
    Liebe Grüße
    Stefanie

  • Reply
    Heike
    20. Mai 2015 at 22:08

    Liebe Aileen, Deine Bilder sehen toll aus, wo findest Du immer die Ideen für Deine Rezepte? Und was ist aus der süßen Schnecke geworden? Liebe Grüße nach Leipzig, Heike

  • Reply
    minzgrün
    20. Mai 2015 at 23:51

    Liebe Heike,
    ich freue mich, dass Dir die Bilder gefallen und Dich vielleicht auch zum Nachkochen animieren werden. Sag doch mal, wie es Dir geschmeckt hat.
    Die Schnecke hat es tatsächlich am Montagmorgen bis auf meinen Balkon in der dritten Etage geschafft – bewundernswert (manche schaffen es ja nicht mal aus dem Bett.) 🙂
    Nach so einer harten Leistung habe ich sie natürlich dort „wohnen“ lassen, zwischen all den vielen frischen Kräutern (ich hoffe sie sind morgen noch da!).
    Meine Rezeptideen entstehen immer spontan, Inspiration finde ich an jeder Ecke (egal ob vegetarisch oder nicht). Ich liebe es, andere Zutaten und Aromen miteinander zu kombinieren, die auf den ersten Blick vielleicht merkwürdig erscheinen, sich aber letztendlich klasse ergänzen. Man muss sich nur trauen und auch mal wild rumexperimentieren, anstatt immer zum gleichen Gewürz, Öl oder einer anderen üblichen Zutat zu greifen.
    Vielleicht schreibe ich darüber einfach mal einen gesonderten Beitrag.

    Mit den allerbesten minzgrünen Grüßen,
    Aileen

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