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Dinkelpasta mit Kürbis-Carbonara Sauce und die Sache mit dem Weizen

Pasta mit Kürbis Carbonara Soße

Sponsored Post // Dieser Beitrag entstand – wie bereits dieser hier – in Zusammenarbeit mit Naturata

Habt ihr Euch je darüber Gedanken gemacht, woher die Pasta auf Eurem Teller stammt? Aus welchem Getreide sie ist? Ich habe das nie getan, bis ich vor fünf Jahren anfing, mich intensiver mit meiner Ernährung auseinanderzusetzen. Ausschlaggebend waren meine von Jahr zu Jahr stärker werdenden Allergien (Heuschnupfen! Jeden Morgen im Frühjahr war ich dem Erstickungstod nahe und hätte diese Jahreszeit – in der alles aus dem Boden schießt – am liebsten am Nordpol verbracht). Muss ich zum Glück nicht mehr. Aber zurück zum Pasta“problem“.
Knapp 62 Kilo Weizenmehl verbraucht der Durchschnittsdeutsche innerhalb eines Jahres. Zweiundsechzig Kilo! Auch wenn Pasta, Pizza, Brot und Brötchen am liebsten auf unseren Tellern landen, ist das ein erstaunlich hoher Wert. Ich startete mal den Versuch, etwas ohne Weizenmehl in einer Bäckerei zu kaufen – vergeblich. Man bot mir Kaffee an.
Weizenmehl ist überall, selbst in Tiefkühlspinat und Eiscreme. Warum das so ist? Weizenmehl ist – genau wie Zucker – extrem günstig. In den meisten Backwaren und Fertigprodukten werden zudem die Typen 405 oder 550 verwendet, die nur noch etwa 1/3 des Mineralstoffgehalts des vollen Weizenkorns enthalten. Viele Kohlenhydrate, wenig Ballast- und Mineralstoffe – der Blutzuckerspiegel schnippst in die Höhe und fällt genauso schnell wieder: wir bekommen Heißhunger.

Weizen als Hochleistungsgetreide

Viel schlimmer jedoch und was leider nur die Wenigsten wissen: der heutige Weizen hat mit seiner ursprünglichen, natürlichen Form nicht mehr viel gemeinsam. Genau da liegt der Hase im Pfeff.. äh Weizenfeld. Denn durch gezielte Kreuzungen, die ihn schädlingsresistent und somit ertragreicher machten, zählt er zu den „Hochleistungsgetreidesorten“ und enthält den 50-fachen (!) Glutengehalt als seine Urform. Dieser hohe Gehalt an Klebereiweiß schadet allerdings unserem Verdauungssystem und fördert Intoleranzen und Allergien. Da wundert es kaum noch, dass immer mehr Menschen auf möglichst glutenfreie Produkte zurück greifen wollen …

Ich vertrage Weizen glücklicherweise gut, experimentiere aber auch gern mit glutenfreien Alternativen. Trotzdem landet Weizenmehl aus den eben genannten Gründen nicht mehr in meinem Einkaufskorb, auch wenn der Preis unumstritten verführerisch ist – besonders in den Zeiten als Studentin (zwei Pfandflaschen gegen eine Packung Nudeln). Das bedeutet zwar nicht, dass ich keinen Fuß mehr in eine Pizzeria oder Bäckerei setze, aber wenn ich beim Einkauf die Wahl habe, dann entscheide ich mich doch lieber für Buchweizen- (hat trotz seines Namens nichts mit Weizen zu tun, ist genau genommen nämlich gar kein Getreide und somit glutenfrei) oder Dinkelvollkornmehle, die meiner Meinung nach auf Grund ihres nussigen Aromas auch viel besser schmecken. Nudeln ersetze ich zwar oft einfach durch Gemüse (die lieben Kohlenhydrate …) – wie hier als Zucchininudeln oder Pizzateig, der aus Blumenkohl besteht – aber manchmal muss es auch bei mir schnell bzw. noch schneller gehen – dann werfe ich Dinkelvollkorn- statt Hartweizennudeln ins kochende Salzwasser.

Biodynamische Sorten – nicht nur bei Obst und Gemüse

Dinkel stammt von den Urweizenarten Emmer und Einkorn ab (die ebenfalls immer öfter auf Zutatenlisten landen), ist jedoch weniger ertragreich als Weizen und schlägt sich folglich leider auch auf den Preis nieder (woher die Preisunterschiede zwischen Demeter- und Discounter-Spaghetti kommen, ist übrigens im Naturata Blog sehr gut erklärt). Dafür weist Dinkel aber auch einen viel höheren Mineralstoff- und Vitamingehalt auf. Wie bei Obst und Gemüse gibt es auch bei Getreide biodynamische Sorten, bei denen unter anderem auf chemisch-synthetische Düngemittel und Pestizide verzichtet wird. Selbst für Menschen mit Weizenunverträglichkeit sind biodynamische Dinkelsorten, wie das Oberkulmer Rotkorn von Naturata – das übrigens in der Schwäbischen Alb angebaut wird – gut verträglich. Warum also nicht nur bei Obst und Gemüse auf dessen Herkunft achten, sondern auch bei Getreideerzeugnissen – wenn man sie so gut wie täglich zu sich nimmt?

Lässt sich Dinkelpasta genauso zubereiten und verarbeiten? Aber ja! Deswegen darf ein Pastarezept jetzt auch nicht fehlen. Vielleicht geht’s Euch wie mir – es ist Herbst und an jeder Ecke gibt es orange-leuchtende Kürbisse – aber Kürbissuppe kann ich einfach nicht mehr sehen. Deshalb landet er bei mir regelmäßig in Form von Pastasauce auf dem Teller. Bei Euch anscheinend auch, sonst wäre das meistgelesene (und meistgeteilte) Rezept hier auf dem Blog nicht die Pasta an Parmesan-Kürbis Sauce. 🙂 Viele von Euch fragten, ob man statt dem darin verwendeten Butternut-Kürbis auch Hokkaido verwenden kann, wie man den Parmesan ersetzen und das Rezept einfach veganisieren könnte. Als Food-Bloggerin „lebe“ ich von Eurem Feedback und reagiere natürlich darauf: deshalb gibt es heute die cremige Carbonara-ähnliche Version – mit Hokkaido-Kürbis – rein pflanzlich und mit Dinkelpasta.

Dinkelpasta mit Kürbis-Carbonara Sauce

Rezept für zwei Personen

250 g Dinkel-Pasta (z.B. Pappardelle oder Bandnudeln von Naturata)
1 kleine rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
300 g Hokkaido Kürbis
200 ml Kokosmilch
50 ml trockener Weißwein (alternativ Gemüsebrühe)
Saft einer halben, kleinen Zitrone
Salz, Pfeffer
Chilli nach Belieben
etwa 10 Salbeiblätter

Die Zwiebel und die Knoblauchzehe fein würfeln und in einem Topf mit etwas Öl bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Den Hokkaido-Kürbis halbieren und die Kerne mit einem Löffel entfernen. Das Fruchtfleisch grob würfeln (die Schale des Hokkaido-Kürbis ist essbar und muss deshalb nicht entfernt werden) und zu den Zwiebel- und Knoblauchwürfeln geben. Kokosmilch und Weißwein dazu gießen (wer die Sauce besonders cremig mag, der nimmt etwas mehr Kokosmilch. Statt Weißwein kann auch Gemüsebrühe verwendet werden, gebt dann im nächsten Schritt mehr Zitronensaft dazu) und etwa 12 – 15min köcheln lassen, bis die Kürbisstücke weich sind. Währenddessen die Nudeln nach Packungsanleitung kochen.

Eine halbe Chilischote und einige frische Salbeiblätter hacken und kurz vor dem Ende der Garzeit mit dem Zitronensaft zu den Kürbisstücken geben. Anschließend mit einem Mixstab zu einer homogenen Sauce pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Nudeln abgießen und mit der Soße vermengen. Mit frischem Pfeffer und ein paar klein gehackten Salbeiblättern servieren.

 

Pasta mit Kürbis Carbonara Soße

 

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3 Kommentare

  • antworten
    Krisi von Excusemebut...
    14. November 2016 um 20:37

    Mhh die Pasta klingt lecker, Kürbis und kokosmilch ist immer eine tolle Kombination!
    Ich esse selten Nudeln, aber wenn schon seit Ewigkeiten immer Vollkorn. Da das praktisch das einzige Weizen in meiner Ernährung ist, stört es mich nicht und es ist immer vollwertig;) Ansonsten ernähre ich mir von Reis, Hirse, Buchweizen und zum Backen nehme ich schon sehr lange nur noch Dinkelmehl=)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

  • antworten
    Manu
    9. Dezember 2016 um 15:40

    „oh wie lecker“ war das Erste, was mir zu diesem Rezept einfiel 🙂 Ich liebe Pasta in allen Varianten – Dinkel habe ich allerdings noch nicht versucht, was ich jetzt aber schleunigst nachholen werde. Kürbis und Pasta sind wirklich eine tolle Kombi. Ich habe vor kurzem eine Kürbis-Hühnchen-Pasta mit Bergkäse und Salbei gemacht – etwas wild ich weiß 😉

    LG

    Manu

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